Jenseits des Sichtbaren

Sieben künstlerische Positionen zwischen dem Sichtbaren und Verborgenen in der Kunst

Vernissage: Freitag, 28. August 2026, 18:30 – 22:00 Uhr

Was dich erwartet:

Der Blick hinter die Oberfläche

Die Gruppenausstellung Jenseits ‌des Sichtbaren versammelt sieben künstlerische Positionen, die sich mit den verborgenen Ebenen der eigenen Wahrnehmung auseinandersetzen und die zeigen, dass Wirklichkeit auch von Erinnerung und Erfahrung geprägt ist. Ausgangspunkt ist der Moment nach dem ersten Blick. Was bleibt, wenn man hinter vertraute Oberflächen schaut?

Untersucht werden ganz unterschiedliche Formen des Sichtbaren. Die verwendeten Materialien tragen Erinnerungen in sich und bewahren kulturelle Spuren, Farben entwickeln eine eigene, spürbare Gefühlswelt und der Körper wird zum Ausdruck individueller Identität. So entstehen Bildwelten, die sich jenseits des Offensichtlichen bewegen. Die Werke eröffnen neue Blickwinkel auf vermeintlich vertraute Motive und fordern dazu auf, die eigene Wahrnehmung zu hinterfragen. Die Ausstellung lädt dazu ein, über das unmittelbar Sichtbare hinauszublicken und neue Perspektiven zu entdecken.

Nutze die Chance: Triff die Künstler*innen am Eröffnungsabend persönlich in der SKM-Galerie. Erfahre aus erster Hand, welche Geschichten hinter den Arbeiten stecken, und tausche dich bei Drinks und entspannter Atmosphäre mit anderen Kunstbegeisterten aus.

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SKM Community Ausstellung

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Inner Landscapes

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SKM Community Ausstellung 〰️ Inner Landscapes 〰️

Die ausstellenden Künstler*innen im Portrait

Andrea Kassens, Absolventin der Universität Osnabrück, erforscht in ihren Bildern die Beziehung zwischen Innenwelt, Wahrnehmung und Raum. In vielschichtigen, teils fragmentierten Interieurs inszeniert sie weibliche Figuren, die zugleich präsent und entzogen wirken- als würden sie sich in einem Zwischenzustand bewegen. Fotografische Vorlagen, eigene Fotografien und spontane Skizzen dienen ihr dabei als Ausgangsmaterial, das sie malerisch überlagert, verschiebt und bricht. Durch diese Überlagerungen entstehen Bildräume, die sich nicht klar einer Realität zuordnen lassen, sondern vielmehr in einem Schwebezustand zwischen Beobachtung, Erinnerung und Imagination existieren.

Noah Rennebaum studiert Kunstpädagogik an der Universität Leipzig. Geprägt von Neugier und Experiment entwickelt Rennebaum eine empathische, intuitive und zugleich präzise Bildsprache. In seinen Arbeiten entstehen lebendige Bildwelten, in denen Gegenständlichkeit und Abstraktion miteinander verschmelzen. Das Verhältnis von Mensch und Natur bildet dabei den zentralen Ausgangspunkt seiner künstlerischen Auseinandersetzung und dient als beständige Quelle der Inspiration.

Kaan Ege Önal, Absolvent der Universität Osnabrück (Master of Arts) und der Universität Mersin (Bachelor Malerei), beschäftigt sich in seiner künstlerischen Arbeit mit der Beziehung zwischen Mensch und Kultur. Im Zentrum steht die Frage, wie wir geprägt werden — durch Herkunft, Geschichte, Tradition und Menschen. Aufgewachsen im Keramikatelier seines Vaters in Kütahya, verbindet er figürliche Darstellung mit traditionellen Textilien und Motiven aus unterschiedlichen Kulturen. Seine Arbeiten wurden unter anderem in der Pinakothek der Moderne München, der Kunsthalle Bremen und im Deutschen Bundestag in Berlin gezeigt

Luise Oswald studiert seit 2020 Bildende Kunst an der Universität der Künste Berlin. Im Zentrum ihrer fotografischen Praxis steht die präzise Beobachtung ihrer Umgebung. Für ihre aktuellen Arbeiten nutzt sie eine analoge Zeiss Ikon Mittelformatkamera und setzt gezielt manuelle Doppel- und Mehrfachbelichtungen ein, wodurch Bilder mit einer weichen, malerischen Anmutung entstehen. Die analogen Abzüge fertigt sie im Großfotolabor von Hand an. Farbe entsteht dabei durch Licht und Filter während des Belichtungsprozesses – nicht durch Druck. Chemische Prozesse und die individuelle Ausrichtung der Negative machen jeden Abzug zu einem einzigartigen Unikat auf Fotopapier.

Daniel Wöllenstein, Absolvent der Universität zu Köln mit Studium bei Rainer Barzen und Silke Leverkühne, untersucht die Wirkung von Farbe, Form und Licht als eigenständige bildnerische Kräfte. Seit 2007 arbeitet er in seinem Atelier im KunstWerk Köln, dessen 1. Vorsitzender er seit 2017 ist. In reduzierten, oft abstrakten Kompositionen schafft er visuelle Räume, in denen Wahrnehmung in Bewegung gerät — seine Arbeiten in Öl, Acryl und Mixed Media mit Spraylack verbinden kontrollierte Farbflächen mit gestischer Energie.

Lena Willmann studiert an der Hochschule für bildende Künste Hamburg in der Klasse von Anselm Reyle. In ihrer künstlerischen Praxis verbindet sie klassische Ölmalerei mit installativen Elementen aus Stoff und Kunstfell. Im Zentrum ihrer Arbeiten stehen Themen wie Lust, Erotik und Feminismus sowie das Spannungsfeld zwischen Intimität und Öffentlichkeit. Mit einer Bildsprache, die Kitsch, Tabubrüche und Verletzlichkeit miteinander verbindet, untersucht sie Scham, Sexualisierung und Grenzüberschreitungen. Ihre Werke laden dazu ein, vertraute Sehgewohnheiten zu hinterfragen und gesellschaftliche Vorstellungen von Körper, Begehren und Nähe neu zu betrachten.

Hans Vinzenz Seidl ist Absolvent der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe, wo er Malerei und Grafik in der Klasse von Prof. Erwin Gross studierte. Im Zentrum seiner künstlerischen Praxis steht die Hinterglasmalerei, deren traditionelle Techniken er mit zeitgenössischen Materialien und kunsthistorischen Referenzen verbindet. Durch die Verbindung von klassischen Malmitteln und modernen Werkstoffen entstehen vielschichtige Arbeiten, die Elemente der informellen Malerei, Pop Art und barocker Formensprache neu interpretieren. Die spiegelverkehrte Arbeitsweise der Hinterglasmalerei sowie transparente Schichtungen machen den Malprozess selbst sichtbar und verleihen den Werken eine besondere räumliche Tiefe. Eine intensive Farbpalette und das Zusammenspiel von Licht, Material und Oberfläche erzeugen dabei immersive Bildräume zwischen Abstraktion und Gegenständlichkeit.

Häufig gestellte Fragen